- Praxismarketing für Selbstzahlerleistungen besteht aus einmaligen Kosten für Website und Inhalte und laufenden Kosten für Kampagnen und Werbebudget.
- Bei unseren Kunden reichten die Budgets von rund 500 € monatlichem Google-Budget in ländlichen Regionen bis rund 5.000 € pro Monat einschließlich Media für implantologisch spezialisierte Praxen in München.
- Das passende Budget hängt vor allem von der Leistung und vom Wettbewerb in der Region ab.
- Wer den Wert einer Anfrage kennt, kann entscheiden, wie viel Marketing sich für eine Leistung lohnt.
Praxismarketing für Selbstzahler- und Privatleistungen kostet einmalig Geld für die Grundlagen und laufend Geld für Kampagnen. Zu den Grundlagen gehören eine Praxiswebsite mit Seiten zu den Behandlungsschwerpunkten und gute Fotos. Laufend fallen das Werbebudget für Google oder Meta und die Betreuung der Kampagnen an. Bei unseren Kunden reichten die Budgets von rund 500 € monatlichem Google-Budget in ländlichen Regionen bis rund 5.000 € pro Monat einschließlich Media für implantologisch spezialisierte Praxen in München.
Dieser Beitrag zeigt, aus welchen Bausteinen sich die Kosten zusammensetzen, wovon das Budget abhängt und wie Sie mit dem Wert einer Anfrage rechnen. Autor ist Sebastian Weidner, Gründer von Rankingdocs. Wir unterstützen seit 2018 Zahn- und Facharztpraxen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.
Warum Selbstzahlerleistungen gezielt beworben werden
Viele Praxen haben eine volle Sprechstunde und trotzdem freie Kapazität bei den Leistungen, die wirtschaftlich am meisten bringen. Das betrifft zum Beispiel Implantologie und Aligner in der Zahnmedizin, Augenlasern in der Augenheilkunde oder ästhetische Behandlungen in der Dermatologie. Patienten für diese Leistungen kommen selten von allein. Sie vergleichen Praxen online und entscheiden sich für die, die ihnen die Behandlung verständlich erklärt.
Mit der GKV-Reform wird dieser Bereich für viele Praxen wichtiger. Wenn die Einnahmen pro Kassenpatient real sinken, hängt die Wirtschaftlichkeit stärker an Leistungen, die Patienten selbst bezahlen.
Die Kostenbausteine
| Baustein | Art der Kosten | Wovon die Höhe abhängt |
|---|---|---|
| Praxiswebsite | einmalig, danach Pflege | Umfang und Zustand der bestehenden Seite |
| Seiten zu Behandlungsschwerpunkten | einmalig | Zahl der Leistungen |
| Fotos und Videos | einmalig | Drehtage und Umfang |
| Google Unternehmensprofil | kostenlos, Aufwand für die Pflege | Wettbewerb vor Ort |
| Online-Terminbuchung | monatliche Lizenz | Anbieter und Funktionsumfang |
| Google Ads | Werbebudget plus Betreuung | Klickpreise und Wettbewerb in der Region |
| Anzeigen auf Facebook und Instagram | Werbebudget plus Betreuung und Inhalte | Zielgruppe und Leistung |
Die einmaligen Kosten sorgen dafür, dass Interessenten auf der Website die Informationen finden, die sie für eine Anfrage brauchen. Die laufenden Kosten bringen Besucher auf diese Seiten. Fehlt die Grundlage, verpufft ein großer Teil des Werbebudgets. Worauf es bei der Website ankommt, beschreiben wir im Beitrag Praxiswebsite erstellen lassen.
Wovon das Budget abhängt
Das richtige Budget lässt sich nicht pauschal festlegen. Vier Faktoren bestimmen es:
- Die Leistung: Eine Behandlung mit hohem Umsatz pro Fall trägt höhere Kosten pro Anfrage als eine günstige Leistung.
- Der Wettbewerb: In Großstädten bieten mehr Praxen auf dieselben Suchbegriffe. Die Klickpreise sind dort höher als auf dem Land.
- Die Ausgangslage: Eine Praxis mit guter Website und vielen Bewertungen braucht weniger Budget als eine Praxis, die bei null startet.
- Das Ziel: Wer zwei zusätzliche Behandlungen im Monat anstrebt, braucht weniger Reichweite als eine Praxis, die einen ganzen Schwerpunkt neu auslasten will.
Ein Beispiel aus unserer Arbeit: Implantologisch spezialisierte Praxen in München brauchten einschließlich aller Media-Budgets rund 5.000 € pro Monat, um profitabel Neupatienten für hochwertigen Zahnersatz zu gewinnen. Bei ländlichen Praxen reichte ein monatliches Google-Budget von rund 500 €, um in der Region vorn zu stehen.
Mit dem Wert einer Anfrage rechnen
Ob sich Marketing lohnt, zeigt eine einfache Rechnung. Der Wert einer Anfrage ergibt sich aus dem Umsatz einer Behandlung mal dem Anteil der Anfragen, die zu einer Behandlung führen.
Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Werten: Eine Behandlung bringt der Praxis 3.000 € Umsatz. Von zehn Anfragen kommen fünf zum Beratungsgespräch, zwei entscheiden sich für die Behandlung. Eine Anfrage ist damit im Schnitt 600 € Umsatz wert. Kostet eine Anfrage einschließlich Werbebudget und Betreuung deutlich weniger, rechnet sich die Kampagne.
Die Rechnung zeigt auch, wo der größte Hebel liegt. Wenn aus zehn Anfragen drei statt zwei Behandlungen werden, steigt der Wert einer Anfrage auf 900 €. Eine schnelle Rückmeldung auf Anfragen und ein gut vorbereitetes Beratungsgespräch wirken deshalb oft stärker als mehr Werbebudget.
Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen
Angebote für Praxismarketing sind schwer zu vergleichen. Diese Punkte helfen bei der Auswahl:
- Honorar und Werbebudget sind getrennt ausgewiesen. So sehen Sie, welcher Teil in Reichweite fließt.
- Die Werbekonten bei Google und Meta laufen auf Ihre Praxis. Bei einem Wechsel des Dienstleisters behalten Sie Daten und Kampagnen.
- Anfragen werden bis zum Beratungsgespräch und zur Behandlung nachverfolgt. Nur so lässt sich der Erfolg bewerten.
- Der Anbieter kennt das Heilmittelwerbegesetz und die Berufsordnung. Werbung für medizinische Leistungen unterliegt engeren Regeln als andere Werbung.
Garantierte Patientenzahlen oder feste Umsatzversprechen sind ein Warnsignal. Wie viele Patienten sich für eine Behandlung entscheiden, hängt auch von der Praxis selbst ab, zum Beispiel vom Beratungsgespräch und von der Terminvergabe.
So unterstützt Rankingdocs
Rankingdocs gewinnt für Zahn- und Facharztpraxen gezielt Privatpatienten und Selbstzahler für ihre Behandlungsschwerpunkte. Welche Leistung sich für Ihre Praxis eignet und welches Budget dafür sinnvoll ist, klären wir in der kostenlosen Erstberatung. Wie Praxen bei der Implantologie vorgehen, lesen Sie im Beitrag Implantat-Patienten gewinnen.
Häufige Fragen
Wie viel Budget braucht eine Praxis für die Gewinnung von Selbstzahlern?
Das hängt von Leistung, Region und Ziel ab. Bei unseren Kunden reichte die Spanne von rund 500 € monatlichem Google-Budget in ländlichen Regionen bis rund 5.000 € pro Monat einschließlich Media für implantologisch spezialisierte Praxen in München.
Welche Kosten fallen beim Praxismarketing an?
Einmalig fallen Kosten für Website, Seiten zu den Behandlungsschwerpunkten sowie Fotos und Videos an. Laufend kommen das Werbebudget für Google oder Meta, die Betreuung der Kampagnen und gegebenenfalls Lizenzen für die Online-Terminbuchung dazu.
Wie berechnet eine Praxis, ob sich Marketing lohnt?
Über den Wert einer Anfrage. Er ergibt sich aus dem Umsatz einer Behandlung mal dem Anteil der Anfragen, die zu einer Behandlung führen. Bringt eine Behandlung 3.000 € und führen zwei von zehn Anfragen zur Behandlung, ist eine Anfrage im Schnitt 600 € Umsatz wert.
Woran erkennt man ein seriöses Angebot für Praxismarketing?
Honorar und Werbebudget sind getrennt ausgewiesen, die Werbekonten gehören der Praxis, und Anfragen werden bis zur Behandlung nachverfolgt. Garantierte Patientenzahlen sind dagegen ein Warnsignal.

Sebastian Weidner ist Gründer und Geschäftsführer von Rankingdocs. Seit 2018 unterstützt er mit seinem Team Praxen, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.


