- Augenlasern ist eine Selbstzahlerleistung. Interessenten informieren sich lange und vergleichen Anbieter, bevor sie eine Voruntersuchung buchen.
- Ein Online-Eignungstest auf Grundlage der KRC-Kriterien senkt die Hemmschwelle und bringt Anfragen von Menschen, die grundsätzlich für eine Behandlung infrage kommen.
- Die Voruntersuchung ist der wichtigste Schritt zwischen Anfrage und Behandlung. Ein schneller Termin und eine persönliche Beratung entscheiden mit.
- Werbung darf keine Brillenfreiheit garantieren und muss Risiken und Grenzen der Verfahren ehrlich darstellen.
Patienten für Augenlasern gewinnen Augenarztpraxen und Laserzentren vor allem online. Augenlasern ist eine Selbstzahlerleistung, und wer darüber nachdenkt, informiert sich oft über Monate, bevor er eine Voruntersuchung bucht. Die besten Chancen hat die Praxis, die in dieser Zeit sichtbar ist und die Verfahren verständlich erklärt. Bewährt hat sich dafür ein Online-Eignungstest, mit dem Interessenten selbst prüfen, ob sie grundsätzlich infrage kommen.
Dieser Beitrag beschreibt den Entscheidungsweg der Patienten und die Bausteine, mit denen Praxen gezielt Anfragen für Augenlasern gewinnen. Er zeigt außerdem, was bei der Werbung gilt. Autor ist Sebastian Weidner, Gründer von Rankingdocs. Wir unterstützen seit 2018 Zahn- und Facharztpraxen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung und haben unter anderem Kampagnen für Augenlasern und Katarakt-Operationen umgesetzt.
Wie Patienten sich für Augenlasern entscheiden
Die meisten Interessenten tragen seit Jahren eine Brille oder Kontaktlinsen. Der Wunsch nach einer Behandlung entsteht langsam, zum Beispiel beim Sport oder bei Problemen mit Kontaktlinsen. Bevor sie Kontakt aufnehmen, klären sie für sich mehrere Fragen: ob sie geeignet sind, welches Verfahren infrage kommt, wie sicher die Behandlung ist und was sie kostet.
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten nicht. Interessenten vergleichen deshalb Anbieter und Preise. Am Ende entscheidet aber häufig das Vertrauen in die Ärztin oder den Arzt und in die Praxis. Wer Fragen ehrlich beantwortet und auch die Grenzen der Verfahren nennt, wirkt glaubwürdiger als ein Anbieter, der nur mit Brillenfreiheit wirbt.
Eine eigene Seite zur refraktiven Chirurgie
Grundlage jeder Kampagne ist eine Seite auf der Praxiswebsite, die sich nur mit dem Augenlasern beschäftigt. Diese Inhalte gehören darauf:
- die angebotenen Verfahren, zum Beispiel Femto-LASIK, SMILE oder Trans-PRK, und für wen sie sich eignen
- Alternativen wie Linsenimplantate für Menschen, bei denen das Lasern nicht möglich ist
- der Ablauf von der Voruntersuchung bis zur Nachkontrolle
- ein ehrlicher Kostenrahmen und Möglichkeiten der Finanzierung
- die Qualifikation der Operateure und die Ausstattung der Praxis
- Antworten auf häufige Fragen zu Risiken, Heilung und Arbeitsfähigkeit
Echte Fotos und kurze Videos aus der Praxis schaffen mehr Vertrauen als Stockfotos. Ein Video, in dem der Operateur den Ablauf erklärt, beantwortet viele Fragen, bevor sie gestellt werden.
Der Eignungstest als Einstieg
Viele Interessenten wissen nicht, ob sie für eine Behandlung infrage kommen. Ein Online-Eignungstest gibt ihnen eine erste Orientierung und macht den Schritt zur Anfrage kleiner. Der Test fragt nach Alter, Sehwerten, Stabilität der Werte und bekannten Augenerkrankungen. Am Ende hinterlässt der Interessent seine Kontaktdaten und erhält einen Termin für die Voruntersuchung.
Als Orientierung für die Fragen dienen die Empfehlungen der Kommission Refraktive Chirurgie (KRC). Für LASIK und Femto-LASIK nennen sie ein Mindestalter von 18 Jahren und einen Anwendungsbereich bis -8 Dioptrien bei Kurzsichtigkeit, bis +3 Dioptrien bei Weitsichtigkeit und bis 5 Dioptrien bei Hornhautverkrümmung. Ab etwa 50 Jahren kommen wegen der nachlassenden Akkommodation häufiger Linsenverfahren infrage.
Der Test muss klar sagen, dass er keine Untersuchung ersetzt. Ob eine Behandlung möglich ist, zeigt erst die Voruntersuchung mit Messung der Hornhautdicke und Topografie. Für die Praxis hat der Test einen weiteren Vorteil: Die Anfragen enthalten bereits erste Angaben, und das Team kann gezielter beraten.
Ein Beispiel aus unserer Arbeit: Für eine augenärztliche Praxis haben wir Augenlasern und Katarakt-Operationen jeweils mit einer eigenen Seite und einem Eignungstest beworben. Die Interessenten kamen über Anzeigen auf die Seiten und stellten nach dem Test ihre Anfrage für eine Voruntersuchung.
Google und Social Media
Bei Google suchen Interessenten nach Begriffen wie „Augenlasern“ in Verbindung mit ihrer Stadt, nach Kosten oder nach einzelnen Verfahren. Mit Google Ads erscheint die Praxis sofort für diese Suchbegriffe. Über die Suchmaschinenoptimierung und ein gepflegtes Google Unternehmensprofil gewinnt sie langfristig Besucher aus den kostenlosen Ergebnissen.
Anzeigen auf Facebook und Instagram erreichen Menschen im Umkreis, die sich noch nicht aktiv informieren. Die Ausrichtung erfolgt über Region und Alter, denn gesundheitsbezogene Interessen lassen sich bei Meta nicht mehr gezielt ansprechen. Gut funktionieren kurze Videos und der Eignungstest als Einstieg, weil er neugierig macht und keine Entscheidung verlangt.
Die Voruntersuchung ist der entscheidende Schritt
Zwischen Anfrage und Behandlung steht die Voruntersuchung. Hier entscheidet sich, ob aus einem Interessenten ein Patient wird. Diese Punkte haben sich bewährt:
- Das Team meldet sich am selben oder am nächsten Werktag und bietet einen Termin innerhalb weniger Tage an.
- Vor dem Termin erhält der Interessent eine kurze Information zum Ablauf, zum Beispiel zum Verzicht auf Kontaktlinsen vor der Untersuchung.
- Im Beratungsgespräch ist Zeit für Fragen zu Risiken und Kosten.
- Wer sich nicht sofort entscheidet, erhält nach einigen Tagen eine Rückmeldung aus der Praxis.
Messen Sie, wie viele Anfragen zu einer Voruntersuchung und wie viele Voruntersuchungen zu einer Behandlung führen. So sehen Sie, ob Sie an der Werbung oder an der Beratung ansetzen sollten.
Was bei der Werbung gilt
Werbung für refraktive Eingriffe unterliegt dem Heilmittelwerbegesetz, dem Wettbewerbsrecht und der Berufsordnung. Versprechen wie „nie wieder Brille“ oder „garantiert scharf sehen“ sind riskant, weil das HWG Werbung verbietet, die einen sicheren Erfolg verspricht. Auch Lockpreise pro Auge, die für die meisten Patienten nicht gelten, können irreführend sein.
Stellen Sie die Verfahren sachlich dar und nennen Sie auch ihre Grenzen. Das schützt vor Abmahnungen und stärkt das Vertrauen. Lassen Sie Anzeigen, Seiten und Eignungstest im Zweifel von einer Fachanwältin für Medizinrecht prüfen.
So unterstützt Rankingdocs
Rankingdocs gewinnt für Facharztpraxen gezielt Privatpatienten und Selbstzahler, darunter Patienten für Augenlasern und Linsenoperationen. Ob sich eine Kampagne mit Eignungstest für Ihre Praxis eignet, klären wir in der kostenlosen Erstberatung. Weitere Grundlagen lesen Sie im Beitrag Privatpatienten und Selbstzahler gewinnen.
Quellen
Häufige Fragen
Wie gewinnt eine Augenarztpraxis mehr Patienten für Augenlasern?
Mit einer eigenen Seite zur refraktiven Chirurgie, einem Online-Eignungstest, Anzeigen bei Google für Menschen, die aktiv suchen, und Anzeigen auf Facebook und Instagram für Menschen, die das Thema noch nicht verfolgen. Entscheidend ist außerdem ein schneller Termin für die Voruntersuchung.
Zahlt die Krankenkasse das Augenlasern?
Nein. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für das Augenlasern in der Regel nicht. Patienten bezahlen die Behandlung selbst, private Versicherungen erstatten je nach Tarif einen Teil.
Wer ist für Augenlasern geeignet?
Die Kommission Refraktive Chirurgie empfiehlt LASIK und Femto-LASIK ab 18 Jahren für Kurzsichtigkeit bis -8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien und Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien. Ob eine Behandlung möglich ist, klärt nur die Voruntersuchung, unter anderem mit einer Messung der Hornhautdicke.
Was bringt ein Eignungstest auf der Praxiswebsite?
Interessenten prüfen in wenigen Fragen, ob sie grundsätzlich infrage kommen, und hinterlassen danach ihre Kontaktdaten. Die Praxis erhält Anfragen mit ersten Angaben zu Alter und Sehwerten. Der Test ersetzt keine Untersuchung und sollte das auch deutlich sagen.

Sebastian Weidner ist Gründer und Geschäftsführer von Rankingdocs. Seit 2018 unterstützt er mit seinem Team Praxen, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.


