- Zahnmedizinische Prophylaxeassistenten (ZMP) sind knapp, während die Nachfrage nach Prophylaxe steigt.
- Die meisten ZMP sind fest angestellt und werden über soziale Netzwerke erreicht, kaum über Jobportale.
- Social Recruiting funktioniert mit klarer Arbeitgebermarke, echten Einblicken, einfacher Kontaktaufnahme und einer Antwort innerhalb von 24 Stunden.
- Ein eigener Bewerberpool und die Direktvermittlung verhindern, dass der Prophylaxestuhl nach einer Kündigung lange leer bleibt.
Gut ausgebildete Zahnmedizinische Prophylaxeassistenten (ZMP) und Dentalhygieniker (DH) sind selten. Die Nachfrage nach präventiven zahnmedizinischen Leistungen steigt, und in vielen Regionen gibt es mehr offene Stellen als fortgebildete Fachkräfte. Offene Prophylaxestellen bleiben deshalb häufig über Monate unbesetzt.
Praxen, die nur auf Stellenanzeigen setzen, erhalten kaum Bewerbungen. Social Recruiting erreicht deutlich mehr ZMP und ist ein guter Einstieg. Verlässlich wird die Personalplanung, wenn daraus ein eigener Bewerberpool entsteht und für dringende Fälle die Direktvermittlung bereitsteht.
Social Media bei der ZMP-Suche
Die meisten ZMP nutzen soziale Netzwerke täglich, suchen dort aber keine Stelle. Jobportale sprechen vor allem Kandidaten an, die bereits wechseln wollen. Über Facebook, Instagram und TikTok erreichen Sie zusätzlich Fachkräfte, die nicht suchen und ein gutes Angebot trotzdem prüfen würden.
Für Zahnarztpraxen hat Social Recruiting vier Stärken:
- Passende Zielgruppe: Anzeigen lassen sich nach Standort und Interessen eingrenzen und erreichen so Prophylaxekräfte im Umkreis der Praxis.
- Mehr Reichweite: Auch fest angestellte ZMP sehen Ihre Stelle.
- Einblick in die Praxis: Bilder und Videos zeigen Arbeitsatmosphäre, Kollegen und Arbeitsbedingungen.
- Niedrige Schwelle: Interessenten können Fragen stellen und sich informieren, ohne gleich eine vollständige Bewerbung einzureichen.
Qualifizierte ZMP über Social Recruiting gewinnen
Die folgenden sieben Schritte beschreiben den Ablauf einer Kampagne von der Vorbereitung bis zum ersten Gespräch.
1. Arbeitgebermarke definieren
Legen Sie fest, womit Ihre Praxis bei Prophylaxekräften überzeugt. Für ZMP zählen oft das Prophylaxekonzept, die Ausstattung des Behandlungszimmers und der Grad an Eigenverantwortung. Beim Gehalt bietet unser Gehaltsrechner für ZFA eine erste Orientierung. Die Fortbildung zur ZMP oder DH sollten Sie dabei zusätzlich berücksichtigen.
2. Bilder und Videos aus der Praxis verwenden
Zeigen Sie Ihr Team und Ihre Räume, am besten auch das Prophylaxezimmer. Kurze Videos im Reel-Format eignen sich gut, weil sie die Praxis persönlich und ohne großen Aufwand vorstellen. Mitarbeiter, die von ihrem Arbeitsalltag erzählen, wirken glaubwürdiger als ein Werbetext.
3. Kontaktaufnahme einfach machen
Ein kurzes Kontaktformular oder die Bewerbung per Messenger genügt für den ersten Schritt. Wir ergänzen das um eine automatisierte Vorqualifizierung. Sie fragt die Fortbildung, die Berufserfahrung und den gewünschten Stundenumfang ab, bevor die Bewerbung in der Praxis ankommt.
4. Gezielte Werbeanzeigen schalten
Bezahlte Anzeigen auf Facebook und Instagram bringen die Stelle zu den richtigen Personen. Über die Einstellungen der Kampagne legen Sie den Umkreis fest, in dem die Anzeige erscheint.
5. Kampagne auswerten und anpassen
Testen Sie mehrere Anzeigentexte, Bilder und Zielgruppen. Nach kurzer Zeit zeigt sich, welche Kombination Bewerbungen bringt. Die übrigen Varianten beenden Sie.
6. Bewerbungen strukturiert bearbeiten
Erfassen Sie eingehende Bewerbungen an einer Stelle und bestimmen Sie, wer in der Praxis dafür zuständig ist. Eine geordnete Bewerberverwaltung ist auch Voraussetzung dafür, die Daten DSGVO-konform zu verarbeiten.
7. Innerhalb von 24 Stunden antworten
Interessenten sollten spätestens nach 24 Stunden von Ihnen hören. Ein kurzes Telefonat oder eine persönliche Nachricht per Messenger klärt die ersten Fragen. Praxen, die sich eine Woche Zeit lassen, verlieren Bewerber meist an einen schnelleren Arbeitgeber.
Bewerberpool und Direktvermittlung sichern die Prophylaxe ab
Fällt die einzige ZMP aus, steht der Prophylaxestuhl leer und die Recall-Termine müssen verschoben werden. Es lohnt sich deshalb, die Kontakte aus einer Kampagne zu behalten. In einem eigenen Bewerberpool sind alle vorqualifizierten Interessenten aus der Region erfasst. Wird eine Stelle frei oder soll die Prophylaxe ausgebaut werden, sprechen Sie diese Kontakte erneut an.
Bei einer kurzfristigen Kündigung hilft die Direktvermittlung aus einem bundesweiten Kandidaten-Pool, weil sie schneller Vorschläge liefert als eine neue Kampagne. Personalmarketing mit Arbeitgeber-Imagefilm, Social Media und Karriereseite sorgt dafür, dass Ihre Praxis bei Prophylaxekräften der Region bekannt ist, bevor Sie suchen. Eine kompakte Anleitung für die Vorbereitung finden Sie im Beitrag Prophylaxeassistenz finden.
So unterstützt Rankingdocs bei der ZMP-Suche
Rankingdocs gewinnt seit 2018 Personal für Praxen und arbeitet ausschließlich im Gesundheitswesen. Für Zahnarztpraxen bauen wir einen Bewerberpool auf, vermitteln ZMP und DH direkt und übernehmen das Personalmarketing. Im Durchschnitt ist eine Stelle nach 25 bis 30 Tagen besetzt, und unsere Kunden erhalten eine schriftliche Einstellungsgarantie. Mehr dazu steht auf der Seite Mitarbeiter gewinnen. Für die Suche nach ZFA gibt es einen eigenen Beitrag: ZFA finden.
Häufige Fragen
Warum sind ZMP so schwer zu finden?
Die Nachfrage nach präventiven Leistungen steigt, und es gibt in vielen Regionen mehr offene Stellen als fortgebildete Prophylaxekräfte. Die vorhandenen ZMP sind fast alle fest angestellt.
Über welche Plattformen erreicht eine Praxis ZMP?
Vor allem über Facebook, Instagram und TikTok. Dort lassen sich auch Fachkräfte ansprechen, die nicht aktiv suchen und für ein gutes Angebot offen sind.
Wie sollte die Bewerbung für ZMP gestaltet sein?
Ein kurzes Kontaktformular oder eine Nachricht per Messenger genügt für den ersten Schritt. Eine automatisierte Vorqualifizierung klärt vorab, ob Fortbildung und Arbeitszeitwunsch zur Stelle passen.
Wie schnell sollte die Praxis antworten?
Innerhalb von 24 Stunden. Ein kurzes Telefonat oder eine persönliche Nachricht klärt erste Fragen und hält das Interesse aufrecht.
Was hilft, wenn die Prophylaxekraft kurzfristig kündigt?
Bei akutem Bedarf liefert die Direktvermittlung aus einem bestehenden Kandidaten-Pool am schnellsten Vorschläge. Praxen mit eigenem Bewerberpool können zusätzlich frühere Interessenten erneut ansprechen.

Sebastian Weidner ist Gründer und Geschäftsführer von Rankingdocs. Seit 2018 unterstützt er mit seinem Team Praxen, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.
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