Prophylaxeassistenz finden: 5 Schritte zu passenden Bewerbungen

Eine Prophylaxeassistenz finden Zahnarztpraxen selten über Jobportale. Fünf Schritte führen zu passenden Bewerbungen von ZMP, ZMF und DH.

Das Wichtigste in Kürze
  • Stellenanzeigen in Zeitungen und auf Jobportalen bringen für die Prophylaxe wenige und oft unpassende Bewerbungen.
  • Gute Prophylaxekräfte sind meist angestellt und wechseln, wenn Praxis und Angebot überzeugen.
  • Echte Einblicke in Prophylaxekonzept und Behandlungsräume sowie eine Bewerbung per Smartphone erhöhen die Zahl passender Bewerbungen.
  • Nach der Bewerbung zählen eine Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden und eine strukturierte Einarbeitung.

Viele Zahnarztpraxen suchen lange nach einer passenden Prophylaxeassistenz, also einer ZMP, ZMF oder DH. Stellenanzeigen in Zeitungen und auf Jobportalen bringen wenig Resonanz. Die Bewerbungen, die eingehen, passen häufig nicht zur ausgeschriebenen Position.

Mit einem geordneten Vorgehen lassen sich trotzdem qualifizierte Prophylaxekräfte gewinnen. Die folgenden fünf Schritte führen von der Vorbereitung bis zur Einarbeitung.

1. Arbeitgeber-DNA definieren und das Besondere der Praxis benennen

Wechselbereite Fachkräfte wählen einen Arbeitgeber, der zu ihnen passt, und erst danach eine Stelle. Bevor Sie suchen, sollten Sie deshalb drei Dinge schriftlich festhalten:

  • Merkmale, die Ihre Praxis von anderen unterscheiden, zum Beispiel moderne Ausstattung, eigenständiges Arbeiten oder die Atmosphäre im Team
  • Werte, die Ihnen wichtig sind, etwa Fortbildungsmöglichkeiten oder flexible Arbeitszeiten
  • Vorteile speziell für Prophylaxekräfte, zum Beispiel ein eigener Prophylaxeraum oder eine eigenverantwortliche Patientenbetreuung

Auch das Gehalt gehört zu dieser Bestandsaufnahme. Der Gehaltsrechner für ZFA liefert einen Ausgangswert, auf den Sie die Fortbildung der Prophylaxekraft aufschlagen. Eine ehrlich beschriebene Arbeitgebermarke zieht Bewerberinnen an, die langfristig zur Praxis passen.

2. Den gesamten Bewerbermarkt ansprechen

Jobportale erreichen nur den kleinen Teil der Fachkräfte, der aktiv sucht. Die meisten guten Prophylaxekräfte sind angestellt und wechseln, wenn ein Angebot überzeugt. Über Social Recruiting auf Facebook und Instagram erreichen Sie diese Gruppe. Die Plattformen zeigen Ihre Anzeige Personen aus der Region, die nach Interessen und Verhalten zur Stelle passen.

Sinnvoll ist es, die Kontakte daraus dauerhaft zu nutzen. In einem eigenen Bewerberpool bleiben vorqualifizierte Interessentinnen erfasst und können später erneut angesprochen werden. Muss eine Stelle sofort besetzt werden, liefert die Direktvermittlung aus einem bestehenden Kandidaten-Pool schneller Vorschläge. Wie eine Kampagne im Einzelnen abläuft, beschreibt der Beitrag ZMP finden.

3. Klare Einblicke in den Job geben

Anzeigen, die nur Anforderungen auflisten, schrecken ab. Prophylaxeassistentinnen möchten sehen, wie ihr Arbeitsalltag in Ihrer Praxis aussieht. Das gelingt mit:

  • eigenen Bildern und Videos aus der Praxis anstelle von Stockfotos
  • Aussagen von Mitarbeiterinnen über ihre Arbeit im Team
  • Aufnahmen der Behandlungsräume und einer kurzen Beschreibung Ihres Prophylaxekonzepts

Mit diesen Informationen kann eine Bewerberin vor dem ersten Gespräch einschätzen, ob die Stelle zu ihr passt. Ein Arbeitgeber-Imagefilm und eine Karriereseite bündeln diese Einblicke an einem Ort.

4. Bewerbung per Smartphone ermöglichen

Lange Formulare führen dazu, dass Interessentinnen abbrechen. Wer über Social Media auf Ihre Praxis aufmerksam wird, erwartet eine schnelle Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Bewährt haben sich kurze Bewerber-Chats und Bewerbungen mit einem Klick:

  • Die Bewerbung funktioniert vollständig am Smartphone.
  • Ein automatisierter Chat nimmt die wichtigsten Angaben auf.
  • Erste Fragen werden sofort beantwortet.

Der Prozess bleibt damit kurz, und es gehen weniger Bewerbungen verloren.

5. Erstkontakt und Onboarding vorbereiten

Viele Praxen betrachten die Suche als erledigt, sobald eine Bewerbung eingegangen ist. Ob die Bewerberin zusagt und bleibt, entscheidet sich aber in den Wochen danach. Melden Sie sich innerhalb von 24 Stunden zurück, damit das Interesse nicht nachlässt. Fragen Sie im Gespräch gezielt, was der Bewerberin wichtig ist und was sie von der Stelle erwartet.

Planen Sie außerdem die Einarbeitung, bevor der erste Arbeitstag ansteht. Eine neue Prophylaxeassistenz braucht eine feste Ansprechpartnerin und einen klaren Plan für die ersten Wochen. Anregungen dazu finden Sie im Beitrag Onboarding neuer Mitarbeiter.

So unterstützt Rankingdocs Zahnarztpraxen

Rankingdocs arbeitet seit 2018 ausschließlich für das Gesundheitswesen. Wir bauen für Zahnarztpraxen einen eigenen Bewerberpool auf, vermitteln bei akutem Bedarf Prophylaxekräfte direkt und erstellen Imagefilm und Karriereseite. In der Regel erhalten unsere Kunden die ersten qualifizierten Bewerbungen 10 bis 14 Tage nach Projektstart. Weitere Informationen stehen auf der Seite Mitarbeiter gewinnen.

Häufige Fragen

Warum melden sich auf Stellenanzeigen kaum Prophylaxeassistentinnen?

Nur ein kleiner Teil der Fachkräfte sucht aktiv auf Jobportalen. Die meisten ZMP, ZMF und DH sind angestellt und sehen diese Anzeigen nicht.

Was ist Prophylaxekräften bei einem Arbeitgeber wichtig?

Häufig genannt werden ein eigener Prophylaxeraum, eigenverantwortliche Patientenbetreuung, moderne Ausstattung, Fortbildungen und flexible Arbeitszeiten.

Wie erreicht eine Praxis angestellte Prophylaxekräfte?

Über Social Recruiting auf Facebook und Instagram, das den eigenen Bewerberpool füllt. Bei akutem Bedarf kommt die Direktvermittlung aus einem bestehenden Kandidaten-Pool hinzu.

Wie sollte die Bewerbung ablaufen?

Die Bewerbung sollte per Smartphone in wenigen Minuten möglich sein, zum Beispiel über einen kurzen Bewerber-Chat. Lange Formulare führen zu Absprüngen.

Was ist nach Eingang der Bewerbung zu tun?

Melden Sie sich innerhalb von 24 Stunden, klären Sie im Gespräch die Erwartungen der Bewerberin und planen Sie die Einarbeitung vor dem ersten Arbeitstag.

Sebastian Weidner
Über den AutorSebastian Weidner

Sebastian Weidner ist Gründer und Geschäftsführer von Rankingdocs. Seit 2018 unterstützt er mit seinem Team Praxen, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.

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