- Ein gutes Onboarding beginnt vor dem ersten Arbeitstag mit vorbereiteten Arbeitsmitteln, Zugängen und einem festen Ansprechpartner.
- Klare Ziele und ein strukturierter Einarbeitungsplan geben neuen Mitarbeitern in den ersten Wochen Orientierung.
- Regelmäßige Gespräche, soziale Einbindung und Anerkennung für erste Erfolge sorgen dafür, dass neue Kollegen im Team ankommen.
- Wer die Einarbeitung dem Zufall überlässt, erhöht das Risiko, dass neue Mitarbeiter die Praxis in der Probezeit wieder verlassen.
Die ersten Tage in einer neuen Praxis prägen, wie neue Mitarbeiter ihren Arbeitgeber sehen. Wer am ersten Morgen ohne Zugangsdaten und ohne Ansprechpartner dasteht, zweifelt schnell an seiner Entscheidung. Ein durchdachtes Onboarding verhindert das. Die folgenden zehn Tipps helfen Ihnen dabei, die ersten Wochen zu planen.
1. Bereiten Sie den ersten Arbeitstag vor
Legen Sie vor dem ersten Tag alles bereit, was die neue Kraft zum Arbeiten braucht. Dazu gehören Arbeitskleidung, Schlüssel und die Zugänge zur Praxissoftware. Eine kleine Begrüßung, etwa eine Karte vom Team, zeigt zusätzlich, dass die neue Kollegin oder der neue Kollege erwartet wird. So kann die Einarbeitung am ersten Tag ohne Verzögerung beginnen.
2. Stellen Sie einen Paten zur Seite
Benennen Sie eine erfahrene Kollegin oder einen erfahrenen Kollegen als festen Ansprechpartner für die ersten Wochen. Neue Mitarbeiter können Fragen dann im direkten Gespräch klären und müssen sie nicht vor dem ganzen Team stellen. Geben Sie dem Paten dafür ausdrücklich Zeit, damit die Aufgabe nicht neben dem Tagesgeschäft untergeht.
3. Sorgen Sie für klare Ziele und Erwartungen
Neue Mitarbeiter wollen wissen, was von ihnen erwartet wird. Besprechen Sie in der ersten Woche, welche Aufgaben sie nach einem Monat und nach der Probezeit selbstständig übernehmen sollen. Klare Ziele geben Orientierung und helfen beiden Seiten, den Stand der Einarbeitung einzuschätzen.
4. Zeigen Sie die Praxiskultur
Jede Praxis hat eigene, oft ungeschriebene Regeln. Dazu zählen die Pausenregelung, der Umgang mit Dienstplanwünschen oder die Art, wie im Team miteinander gesprochen wird. Erklären Sie diese Regeln von Anfang an, damit neue Mitarbeiter sie nicht durch Fehler herausfinden müssen.
5. Geben Sie neuen Mitarbeitern eine Stimme
Feedback sollte in beide Richtungen fließen. Neue Mitarbeiter kennen andere Praxen und bemerken Abläufe, die das bestehende Team längst als gegeben hinnimmt. Fragen Sie nach zwei und nach sechs Wochen gezielt nach ihren Eindrücken und nach Verbesserungsvorschlägen.
6. Integrieren Sie neue Mitarbeiter sozial
Zur Einarbeitung gehört, dass neue Kollegen das Team kennenlernen. Ein gemeinsames Mittagessen in der ersten Woche reicht dafür oft aus. Auch ein Teamevent bietet eine gute Gelegenheit. Ideen dazu finden Sie im Beitrag zu Teamevents in der Arztpraxis.
7. Sorgen Sie für eine ausführliche Einarbeitung
Ein Handbuch allein genügt nicht. Erstellen Sie einen Einarbeitungsplan, der festlegt, wer in welcher Woche welche Inhalte vermittelt, und passen Sie ihn an die Vorerfahrung der neuen Kraft an. Wiederkehrende Inhalte wie Hygieneabläufe oder die Bedienung der Praxissoftware lassen sich gut in kurzen Videos festhalten, die jederzeit abrufbar sind.
8. Bieten Sie Unterstützung und Weiterbildung an
In den ersten Wochen fühlen sich viele neue Mitarbeiter unsicher, auch wenn sie fachlich gut ausgebildet sind. Zeigen Sie früh, welche Fortbildungen die Praxis ermöglicht und an wen sie sich bei Problemen wenden können. Das gibt Sicherheit und macht deutlich, dass die Praxis an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert ist.
9. Erkennen Sie erste Erfolge an
Die ersten selbstständig erledigten Aufgaben sind für neue Mitarbeiter wichtige Etappen. Sprechen Sie diese Fortschritte konkret an, im Einzelgespräch oder in der Teambesprechung. Anerkennung in den ersten Wochen stärkt das Vertrauen in die eigene Leistung.
10. Vermeiden Sie Informationsüberflutung
Neue Mitarbeiter können nicht alles am ersten Tag lernen. Beginnen Sie mit dem, was für die ersten Tage nötig ist, und verteilen Sie den Rest auf die folgenden Wochen. Der Einarbeitungsplan aus Tipp 7 hilft dabei, die Menge zu dosieren.
Onboarding als Teil der Mitarbeiterbindung
Eine schlecht organisierte Einarbeitung führt dazu, dass neue Mitarbeiter die Praxis schnell wieder verlassen. Die Suche beginnt dann von vorn, und das bestehende Team trägt die Mehrarbeit ein weiteres Mal. Ein zusätzlicher Tipp ist deshalb ein Gespräch zum Ende der Probezeit, in dem beide Seiten offen Bilanz ziehen.
Onboarding ist der erste Schritt der Mitarbeiterbindung. Welche Maßnahmen danach folgen, beschreiben wir im Beitrag zur Mitarbeiterbindung in Zahnarztpraxen. Unsere Leitfäden zu diesem Thema stehen unter Gratis-Downloads bereit.
So unterstützt Rankingdocs Ihre Praxis
Wir gewinnen seit 2018 Mitarbeiter für Praxen und Einrichtungen im Gesundheitswesen. Eine gute Einarbeitung sichert die Arbeit ab, die in der Besetzung einer Stelle steckt. Wenn Sie aktuell eine Stelle besetzen möchten, finden Sie unsere Wege zur Personalgewinnung unter Mitarbeiter gewinnen.
Häufige Fragen
Was gehört zu einem guten Onboarding neuer Mitarbeiter?
Dazu gehören ein vorbereiteter erster Arbeitstag, ein fester Ansprechpartner, klare Ziele und ein strukturierter Einarbeitungsplan. Regelmäßige Gespräche und die Einbindung ins Team ergänzen die fachliche Einarbeitung.
Wann beginnt das Onboarding?
Das Onboarding beginnt vor dem ersten Arbeitstag. Arbeitskleidung, Zugänge und der Ablauf der ersten Woche sollten feststehen, bevor die neue Kraft die Praxis betritt.
Welche Aufgabe hat ein Pate in der Einarbeitung?
Ein Pate ist eine erfahrene Kollegin oder ein erfahrener Kollege, der in den ersten Wochen für Fragen zur Verfügung steht. Neue Mitarbeiter können so Unsicherheiten im direkten Gespräch klären.
Wie vermeide ich, neue Mitarbeiter zu überfordern?
Verteilen Sie die Inhalte auf mehrere Wochen und beginnen Sie mit dem, was für die ersten Tage nötig ist. Ein Einarbeitungsplan mit Etappen hilft, die Menge an Informationen zu dosieren.
Warum ist Onboarding für die Mitarbeiterbindung wichtig?
In den ersten Wochen entscheidet sich, ob neue Mitarbeiter sich in der Praxis wohlfühlen. Eine schlecht organisierte Einarbeitung führt dazu, dass sie die Praxis schneller wieder verlassen.

Sebastian Weidner ist Gründer und Geschäftsführer von Rankingdocs. Seit 2018 unterstützt er mit seinem Team Praxen, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.
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