Mitarbeitergewinnung für Apotheken: So finden Sie PTA und PKA

PTA und PKA sind schwer zu finden. So kommen Apotheken zu Bewerbungen: eigener Bewerberpool über Social Media, Direktvermittlung und Personalmarketing.

Das Wichtigste in Kürze
  • PTA und PKA sind knapp, und Apotheken konkurrieren mit anderen Arbeitgebern im Gesundheitswesen um dieselben Fachkräfte.
  • Stellenanzeigen in Zeitungen und auf Jobportalen erreichen nur aktiv Suchende, die meisten PTA und PKA sind aber fest angestellt.
  • Apotheken können einen eigenen Bewerberpool aufbauen, bei akutem Bedarf die Direktvermittlung nutzen und ihre Arbeitgebermarke durch Personalmarketing stärken.
  • Meta-Werbeanzeigen, Kurzvideos aus dem Apothekenalltag und eine kurze Bewerbung mit automatisierter Vorqualifizierung sind die Bausteine des Bewerberpools.

Viele Apotheken suchen über Monate nach pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) und pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA). In Deutschland arbeiten schätzungsweise 70.000 PTA, und der Bedarf der Apotheken ist größer als das Angebot an Fachkräften. Dieser Beitrag zeigt, auf welchen Wegen Inhaber trotzdem zu passenden Bewerbungen kommen.

Fachkräftemangel in Apotheken: Warum PTA und PKA so schwer zu finden sind

Fehlt eine PTA oder PKA, verteilt sich die Arbeit auf das verbleibende Team. Die Belastung steigt, und für die Beratung am Handverkaufstisch bleibt weniger Zeit. Hält dieser Zustand an, steigt das Risiko weiterer Kündigungen.

Hinzu kommt der Wettbewerb. Um dieselben Fachkräfte werben andere Apotheken und weitere Arbeitgeber im Gesundheitswesen. Wer nur eine Stellenanzeige schaltet und wartet, bekommt in dieser Lage selten Bewerbungen. Apotheken müssen ihre Personalsuche deshalb anders aufbauen als früher.

Personalbeschaffung in der Apotheke neu aufstellen

Anzeigen in der Zeitung und auf klassischen Jobportalen erreichen nur Personen, die gerade aktiv suchen. Das trifft auf wenige PTA und PKA zu, denn die meisten sind fest angestellt. Jüngere Fachkräfte der Generationen Y und Z informieren sich zudem vor allem online über Arbeitgeber. Sie erwarten ehrliche Einblicke in den Arbeitsplatz und eine schnelle, unkomplizierte Kommunikation.

Wir empfehlen Apotheken, je nach Lage einen von drei Wegen zu wählen oder sie zu verbinden. Der erste Weg ist ein eigener Bewerberpool. Die Apotheke spricht dabei fortlaufend PTA und PKA aus der Region an, auch solche in fester Anstellung. Die Bewerber werden vorqualifiziert, und Kontakte aus früheren Kampagnen lassen sich wieder aufgreifen, sobald erneut eine Stelle frei wird. Der wichtigste Kanal dafür ist Social Media.

Der zweite Weg ist die Direktvermittlung aus unserem bundesweiten Kandidaten-Pool. Sie eignet sich, wenn kurzfristig jemand ausfällt und schnell Kandidatenvorschläge gebraucht werden. Der dritte Weg ist Personalmarketing aus einer Hand mit Arbeitgeber-Imagefilm, Social Media, Employer Branding und Karriereseite. Es sorgt dafür, dass Ihre Apotheke in der Region als Arbeitgeber bekannt ist. Wie sich Social Recruiting von der klassischen Vermittlung unterscheidet, beschreibt unser Beitrag Social Recruiting vs. Headhunter.

Über Social Media Recruiting für Apotheken haben wir auch bei Apotheke Adhoc berichtet. Die folgenden Abschnitte erklären die Bausteine, mit denen der eigene Bewerberpool entsteht.

Meta-Werbeanzeigen erreichen PTA und PKA, die nicht aktiv suchen

Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram erscheinen bei Fachkräften aus Ihrem Einzugsgebiet, während diese die Plattformen privat nutzen. So erfahren auch PTA und PKA von Ihrer Stelle, die keine Jobbörse öffnen würden und trotzdem offen für ein gutes Angebot sind.

Für Apotheken hat dieser Kanal zwei praktische Vorteile. Das Budget lässt sich genau steuern und fällt meist niedriger aus als bei wiederholten Printanzeigen. Außerdem sehen Sie laufend, welche Anzeige Bewerbungen bringt, und können Text, Bild oder Video anpassen. Nebenbei wird Ihre Apotheke in der Region als Arbeitgeber bekannter, auch bei Fachkräften, die sich erst später für einen Wechsel entscheiden.

Kurzvideos zeigen den Alltag in Ihrer Apotheke

Kurzvideos und Reels auf Instagram und TikTok zeigen, was eine Stellenanzeige nur behaupten kann. Bewerber sehen das Team, die Räume und den Umgang miteinander. Geeignete Motive sind typische Situationen aus dem Apothekenalltag, etwa die Arbeit in der Rezeptur oder ein Moment aus der Teambesprechung. Lassen Sie auch Mitarbeiter selbst erzählen, warum sie gern in Ihrer Apotheke arbeiten. Aussagen von Kollegen wirken auf Bewerber glaubwürdiger als jede Beschreibung durch den Inhaber.

Videos erzielen in den Netzwerken mehr Reichweite und mehr Reaktionen als Bilder oder reiner Text. Wer regelmäßig veröffentlicht, bleibt PTA und PKA aus der Umgebung als Arbeitgeber im Gedächtnis. Das zahlt sich aus, wenn später jemand über einen Wechsel nachdenkt und sich an Ihre Apotheke erinnert.

Automatisierte Vorqualifizierung entlastet das Apothekenteam

Nach dem Klick auf die Anzeige sollte die Bewerbung wenige Minuten dauern. Wir nutzen dafür eine automatisierte Vorqualifizierung. Interessenten beantworten einige Fragen zu Ausbildung, Berufserfahrung und Verfügbarkeit, ohne Anschreiben und ohne Lebenslauf.

Das funktioniert zu jeder Uhrzeit, also auch nach Ladenschluss oder am Wochenende. Wer sich bewirbt, erhält sofort eine Rückmeldung und fühlt sich ernst genommen. Die Apotheke erkennt an den Antworten schnell, ob die Grundvoraussetzungen für die Stelle erfüllt sind. Inhaber und Filialleitung müssen sich im laufenden Betrieb nicht um Routinefragen kümmern und sprechen nur mit Kandidaten, die infrage kommen.

Ein gutes Bewerber-Erlebnis für PTA und PKA

PTA und PKA können zwischen mehreren Angeboten wählen. Der Ablauf der Bewerbung beeinflusst deshalb, für welche Apotheke sie sich entscheiden. Ein Video mit ehrlichem Einblick, eine kurze Bewerbung und ein schneller Rückruf wirken zusammen.

Melden Sie sich nach einer Bewerbung zeitnah und persönlich. Ein freundliches erstes Telefonat und ein unkompliziertes Kennenlernen in der Apotheke zeigen dem Bewerber, wie die Zusammenarbeit später aussehen wird.

Wie Rankingdocs Apotheken unterstützt

Rankingdocs arbeitet seit 2018 ausschließlich für das Gesundheitswesen und ist offizieller Netzwerkpartner der apoBank. Für Apotheken suchen wir PTA, PKA und approbierte Apotheker. Dafür bauen wir einen eigenen Bewerberpool auf, vermitteln Kandidaten direkt oder übernehmen das Personalmarketing. Einen Eindruck von unseren Projekten geben die Referenzen und Erfahrungsberichte, das Vorgehen beschreibt die Seite zur Mitarbeitergewinnung.

Häufige Fragen

Warum finden Apotheken kaum noch PTA und PKA?

Es gibt weniger Fachkräfte als offene Stellen, und auch andere Arbeitgeber im Gesundheitswesen werben um sie. Die meisten PTA und PKA sind fest angestellt und lesen keine Stellenanzeigen.

Wie erreichen Apotheken PTA, die nicht aktiv auf Jobsuche sind?

Über Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram. Die Anzeigen erscheinen bei Fachkräften aus der Region, die offen für ein Angebot sind, auch wenn sie nicht suchen.

Was sollten Apotheken in Kurzvideos zeigen?

Den Alltag in der Apotheke und das Team. Bewerber wollen sehen, mit wem sie arbeiten würden und wie der Umgang untereinander ist.

Wie läuft die Bewerbung mit automatisierter Vorqualifizierung ab?

Interessenten beantworten nach dem Klick auf die Anzeige wenige Fragen zu Ausbildung, Erfahrung und Verfügbarkeit. Die Apotheke erhält eine Kurzbewerbung und führt danach das persönliche Gespräch.

Was tun, wenn in der Apotheke kurzfristig eine PTA ausfällt?

Für akuten Bedarf eignet sich die Direktvermittlung. Wir schlagen dann Kandidaten aus unserem bundesweiten Kandidaten-Pool vor.

Sebastian Weidner
Über den AutorSebastian Weidner

Sebastian Weidner ist Gründer und Geschäftsführer von Rankingdocs. Seit 2018 unterstützt er mit seinem Team Praxen, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.

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