- SEO-Content muss zuerst die Frage des Nutzers beantworten, denn eine technisch saubere Website allein bringt keine guten Rankings.
- Ein Mix aus verschiedenen Formaten und ein Redaktionsplan sorgen dafür, dass regelmäßig abwechslungsreiche Inhalte erscheinen.
- Inhalte, die ein Problem lösen oder eine Aussage belegen, werden von anderen Websites freiwillig verlinkt.
- Keywords gehören natürlich in den Text, Keyword-Stuffing schadet der Lesbarkeit und den Rankings.
Content gehört zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren einer Website. Auch eine technisch einwandfreie Seite erreicht keine guten Rankings, wenn ihre Inhalte bei den Nutzern nicht ankommen. Wer mehr Besucher über die organische Suche gewinnen möchte, braucht deshalb Inhalte mit Substanz. Die folgenden sieben Tipps zeigen, worauf es bei SEO-Content ankommt, damit er Nutzern und Suchmaschinen gleichermaßen dient.
SEO-Content Tipp #1: Erfolgreicher Content-Mix
Wer immer dieselbe Art von Inhalt veröffentlicht, langweilt seine Leser. Planen Sie in Ihrer Content-Strategie deshalb mehrere Formate ein. Es muss nicht immer der klassische Blogbeitrag sein. Wichtig ist nur, dass die Formate zu Ihrer Branche passen.
Die wichtigsten Content-Formate sind:
- Anleitungen
- Experteninterviews
- Infografiken
- Listicles
- Rezensionen
- Studien
- Videos
Ein Steuerberater kann zum Beispiel mit kurzen Expertentipps zu Finanzen und Buchhaltung Besucher auf seine Seite holen. Denkbar sind auch Meldungen zu Änderungen im Steuerrecht oder ein Countdown bis zur Abgabefrist der Steuererklärung.
Abwechslungsreiche Inhalte machen eine Seite für Nutzer attraktiver. Bleiben Besucher länger und kehren sie nicht sofort zur Suchergebnisseite zurück, spricht das dafür, dass der Inhalt ihre Frage beantwortet hat. Legen Sie in einem Redaktionsplan fest, wann welches Format erscheint. So behalten Sie den Überblick und stellen sicher, dass die Formate gut gemischt sind. Nach unserer Erfahrung hängt der Erfolg eines Blogs stark davon ab, ob ein solcher Plan vorliegt und eingehalten wird.
SEO-Content Tipp #2: Suchintention verstehen und bedienen
Grundlage jeder Content-Strategie ist eine Keyword-Recherche. Sie ermittelt Suchbegriffe, die Ihre Zielgruppe regelmäßig eingibt. Bei der Auswahl der Keywords sollten Sie prüfen, welche Absicht hinter der Suche steht. Google unterscheidet in seinen Richtlinien für Qualitätsprüfer mehrere Suchintentionen. Die drei wichtigsten sind:
- Know-Suche: Der Nutzer möchte wissen, was ein Sneaker ist.
- Do-Suche: Der Nutzer möchte einen Sneaker kaufen.
- Visit-in-person-Suche: Der Nutzer sucht ein Schuhgeschäft in seiner Nähe, das Sneaker führt.
Daneben gibt es Suchen, bei denen der Nutzer eine bestimmte Website oder ein ganz bestimmtes Produkt finden will, zum Beispiel „Instagram“ oder einen Pullover mit Marke, Farbe und Größe. Bei manchen Suchbegriffen kommen mehrere Intentionen infrage. Dann müssen Sie ableiten, welche am häufigsten gemeint ist. Ein Blick auf die Seiten, die für den Begriff bereits vorn stehen, hilft dabei.
Klären Sie also vor dem Schreiben, welche Intention hinter dem Keyword steckt, und richten Sie den Inhalt darauf aus. Je mehr Fragen Sie dem Nutzer beantworten, desto seltener setzt er seine Suche auf anderen Websites fort.
SEO-Content Tipp #3: Linkable Assets
Ein Linkable Asset ist ein Inhalt, der für die Zielgruppe so relevant ist, dass andere Websites freiwillig darauf verlinken. Solche Verlinkungen verbessern das Ranking in der Suchmaschine. Sie stärken außerdem Ihre Marke, weil vertrauenswürdige und gut besuchte Seiten auf Ihr Unternehmen verweisen. Der Inhalt muss dafür so nützlich sein, dass er eine Erwähnung wert ist.
Aus diesen Gründen wird Content verlinkt:
- Er ist für die Zielgruppe besonders interessant und relevant.
- Er belegt eine Aussage in einem anderen Artikel, zum Beispiel mit einer Grafik.
- Er löst ein bestehendes Problem der Zielgruppe.
- Er zeigt einen bekannten Sachverhalt aus einer neuen Perspektive.
Erfüllt Ihr Content einen oder mehrere dieser Punkte, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er verlinkt wird und in den Suchergebnissen nach vorn rückt. Mit welchen Strategien Sie darüber hinaus Backlinks aufbauen, lesen Sie in unserem Beitrag über Linkbuilding.
SEO-Content Tipp #4: Snackable Content schmeckt auch der Suchmaschine
Als Snackable Content bezeichnet man kurze Inhalte, die sich wie ein Häppchen zwischendurch konsumieren lassen. Bieten Sie neben ausführlichen Texten zu anspruchsvollen Themen auch solche kurzen Formate an. Sie müssen nicht in Textform vorliegen. Infografiken und Videos eignen sich ebenso.
Videos passen besonders gut, weil sie leicht aufzunehmen sind und sich nebenbei ansehen lassen. Inhalte, die Nutzer gern konsumieren, halten sie länger auf der Seite und regen zur Interaktion an. Davon profitiert auf Dauer auch die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen.
SEO-Content Tipp #5: User Experience durch ansprechendes Content-Design verbessern
Ob ein Nutzer zu Ihrer Seite zurückkehrt, hängt davon ab, wie gut er sich dort zurechtgefunden hat. Dazu tragen technische Aspekte wie die Ladezeit bei, aber auch die Aufbereitung der Inhalte. Guter Inhalt muss so präsentiert werden, dass er leicht zu erfassen ist.
Viele Besucher lesen einen Text nicht vollständig. Sie überfliegen die Seite und suchen die Information, die sie brauchen. Formatieren Sie Ihre Texte deshalb so, dass sie sich schnell erfassen lassen.
Diese Elemente erleichtern das:
- Zwischenüberschriften
- Deutliche Handlungsaufforderungen
- Sparsamer Fettdruck
- Grafiken
- Kurze Absätze
- Listen
Weitere Hinweise zur Struktur einzelner Beiträge finden Sie in unseren Tipps, wie Sie Ihren Blog für SEO optimieren.
SEO-Content Tipp #6: Natürlichkeit beim Schreiben bewahren
Viele Seitenbetreiber nehmen Keyword-Listen zu wörtlich. Keywords müssen im Text nicht in genau dem Wortlaut vorkommen, den ein Keyword-Tool ausgibt. Suchmaschinen erkennen auch gebeugte Formen und verwandte Begriffe.
Arbeiten Sie die Keywords so ein, dass der Satz natürlich bleibt. Wer Keywords nur nacheinander unterbringt, ohne den Text als Ganzes zu betrachten, erhält einen holprigen und schwer verständlichen Text. Der Inhalt soll zuerst den Nutzer zufriedenstellen und erst danach die Suchmaschine. Orientieren Sie sich deshalb nicht zu stark an Formeln wie WDF*IDF, die eine bestimmte Keyword-Häufigkeit vorgeben, und beantworten Sie lieber die Frage des Nutzers vollständig.
SEO-Content Tipp #7: Keyword-Stuffing vermeiden
Früher ließ sich eine Website auf vordere Plätze bringen, indem man das Keyword möglichst oft unterbrachte und viele minderwertige Links aufbaute. Das funktioniert nicht mehr. Google wertet eine unnatürlich hohe Keyword-Dichte in Texten und Metadaten als Spam. Spätestens seit dem Penguin-Update gilt das auch für überoptimierte Linktexte und manipulative Links.
Überladen Sie Ihre Seiten also nicht mit Keywords, weil das den Rankings schadet. Auch die Lesbarkeit leidet, wenn dasselbe Keyword in jedem zweiten Satz steht. Investieren Sie Ihre Zeit in Inhalte, die für Nutzer wertvoll sind, und verzichten Sie auf Tricks.
Die sieben Tipps im Überblick
Guter SEO-Content beginnt mit der Kenntnis der Zielgruppe. Achten Sie auf einen ausgewogenen Content-Mix, bedienen Sie die Suchintention und schreiben Sie natürlich. Frei zugängliche Inhalte von hoher Qualität gibt es heute zu fast jedem Thema. Ein einfacher Maßstab für Ihre eigenen Inhalte ist deshalb die Überlegung, ob Nutzer dafür bezahlen würden.
Für Arztpraxen gelten dieselben Grundsätze, ergänzt um die lokale Suche. Was dabei zu beachten ist, beschreiben wir im Beitrag SEO für Ärzte.
Häufige Fragen
Was ist SEO-Content?
SEO-Content sind Inhalte, die für Nutzer hilfreich sind und zugleich von Suchmaschinen gut gefunden werden. Grundlage ist eine Keyword-Recherche, die zeigt, wonach die Zielgruppe sucht.
Welche Suchintentionen gibt es?
Unterschieden werden vor allem die Know-Suche nach Informationen, die Do-Suche mit einer Handlungsabsicht und die Visit-in-person-Suche nach einem Ort. Hinzu kommen Suchen nach einer bestimmten Website.
Was ist ein Linkable Asset?
Ein Linkable Asset ist ein Inhalt, der für die Zielgruppe so relevant ist, dass andere Websites freiwillig darauf verlinken. Das verbessert die Rankings und die Bekanntheit der Marke.
Wie oft sollte ein Keyword im Text vorkommen?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Keywords müssen nicht im exakten Wortlaut erscheinen und sollten sich natürlich in den Text einfügen, eine unnatürlich hohe Keyword-Dichte wertet Google als Spam.
Wie mache ich Inhalte leichter lesbar?
Mit Zwischenüberschriften, kurzen Absätzen, Listen, Grafiken und sparsam eingesetztem Fettdruck. Viele Besucher überfliegen eine Seite und finden die gesuchte Information so schneller.

Sebastian Weidner ist Gründer und Geschäftsführer von Rankingdocs. Seit 2018 unterstützt er mit seinem Team Praxen, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.
Mehr über den Autor

