Social Recruiting für Zahnarztpraxen: Wie Sie langfristig qualifizierte Mitarbeiter gewinnen

Beitrag von Sebastian Weidner
Beitrag von Sebastian Weidner

Geschäftsführer Rankingdocs GmbH

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Der Fachkräftemangel im zahnmedizinischen Sektor tut sich auch im Jahr 2022 wie ein Menetekel für viele Zahnarztpraxen und deren Zukunft auf. Zu groß scheint einerseits die Herausforderung, heute die passenden Mitarbeiter zu finden, um sich auch morgen keine Sorgen über freibleibende Vakanzen zu machen.

Gleichzeitig ist da die ernüchternde Tatsache, dass immer weniger Menschen den beruflichen Weg in den zahnmedizinischen Sektor suchen und gleichzeitig immer mehr ihn verlassen wollen. Wo die eine Seite den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern beklagt, beklagt die andere den Mangel an  persönlicher und finanzieller Wertschätzung, gutem Arbeitsklima und mehr. So herrscht sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite vielerorts Unzufriedenheit bis hin zu Resignation. 

Wenn Sie sich als Zahnarztpraxis auch die Frage stellen, ob überhaupt noch irgendwo qualifizierte Mitarbeiter zu finden sind, obwohl Sie essentielle Werte wie ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, faire Vergütung oder Kommunikation auf Augenhöhe teilen, dann stellen Sie sich womöglich die falsche Frage. Nicht ob, sondern wie und wo Sie qualifizierte Mitarbeiter finden, die perfekt zu Ihnen passen, lautet die richtige Fragestellung – und die Antwort darauf: mit Social Recruiting in den Sozialen Medien. 

In diesem Artikel erfahren Sie, warum Social Recruiting für Ihre langfristige Mitarbeitergewinnung und damit für die sichere Zukunft Ihrer Praxis nicht nur die besten Chancen bietet, sondern auch, warum es dafür schon jetzt alternativlos ist.

Social Recruiting: Mitarbeitergewinnung am Puls der Zeit

Social Recruiting ist das, was Zeitungsanzeigen oder Jobportale nie waren: die Chance, Menschen gezielt dort für die Mitarbeitergewinnung zu erreichen, wo sie einen großen Teil ihrer (Frei-)Zeit verbringen, wo sie mit anderen Menschen ihre Meinungen, Gedanken, Wünsche und Bedürfnisse teilen, kurz: wo sich heute mehr und mehr das soziale Leben abspielt – in Sozialen Medien wie Facebook und Instagram.

Social Recruiting ist also sozusagen die nächste evolutionäre Stufe von Stellenanzeigen, die in Printmedien begann, weiter ging zu Online-Jobbörsen bzw. Unternehmenswebseiten und nun in den Sozialen Medien ihren vorläufigen Höhepunkt in Sachen Reichweite erreicht hat.

Und dies ist auch der Grund, warum Sie hier als Zahnarztpraxis potenzielle Bewerber:innen deutlich effizienter und gezielter erreichen als bei herkömmlichen Methoden der Personalgewinnung. Zudem werden auch die Menschen auf Ihre Anzeigen aufmerksam, die gar nicht zu Ihrer unmittelbaren Zielgruppe gehören, die Ihre Anzeige aber in Sekundenschnelle mit den Freunden, Verwandten etc. teilen können, die sich dafür interessieren könnten – Ihre potentiellen neuen Mitarbeiter:innen.  

Digitalisierung und Recruiting – oder: Mitarbeitergewinnung 4.0

Eben jene neue Entwicklungsstufe des Recruitings, dessen Transformation ins digitale Zeitalter wie viele andere Dienstleistungen auch durch die “Versionsnummer” 4.0 gekennzeichnet ist, bedient sich neben Social Media zweier weiterer Elemente, um (wenn richtig gemacht) sein Potenzial vollumfänglich zu entfalten: dem Employer Branding und den persönlichen Empfehlungen. 

Auf Social Media sichtbar zu sein, ist das Eine. Als starke, weil authentische und unverwechselbare Marke wahrgenommen zu werden, das Andere. Die größte Reichweite nützt Ihnen wenig, wenn es Ihnen nicht gelingt, Ihre Arbeitgebermarke so zu positionieren, dass sie einen Unterschied zu anderen macht.

Wollen Sie also als Arbeitgeber interessant sein und nachhaltig im Gedächtnis der Menschen bleiben, um potentielle neue Mitarbeiter:innen für sich gewinnen zu können, anstatt sie an andere zu verlieren, muss eine starke Arbeitgebermarke Ihr Anspruch und Ihr Ziel sein. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Werte, die Sie vertreten sowie ein modernes, einladendes Erscheinungsbild. Beide können der entscheidende Faktor sein, sollen Menschen die Fragen “Möchte ich dort arbeiten?” oder “Soll ich die Werbeanzeige mit anderen teilen?” für sich mit “Ja” beantworten. 

Im folgenden nennen wir Ihnen 3 wichtige Punkte, die kennzeichnend für gutes, weil erfolgreiches Social Recruiting sind. 

Authentizität schlägt Perfektionismus

Das größte Alleinstellungsmerkmal ist immer noch Authentizität. Um so wichtiger ist es, dass Sie Werte für sich definieren, die Sie nicht nur nach außen vermitteln, sondern die Sie auch tatsächlich im “Innen” leben. Was bedeutet das konkret für Sie als Zahnarztpraxis?

Verzichten Sie darauf, sich wie aus dem Werbekatalog zu präsentieren, sondern zeigen Sie, wer Sie wirklich sind. Um Ihre Werte zu vermitteln, sollten Sie glaubwürdige und authentische Bilder und Videos in den Sozialen Medien nutzen, auf denen “echte” Menschen und keine “Produkte” zu sehen sind.

Bilder von gemeinsamen Events zum Beispiel, die außerhalb des beruflichen Alltags stattfinden, eignen sich ideal dafür, ein “Wir-Gefühl” oder Zusammengehörigkeit und persönliche Begegnung zu vermitteln. Gerne auch mit “Ecken und Kanten”. Perfektion, die sich durch die allzu übermotivierte Akzentuierung eines jeden Teils kennzeichnet, verschafft einem Arbeitgeber heute keinen Vorsprung mehr auf dem Stellenmarkt.

Vielmehr kann sie sich als nachhaltiger Nachteil erweisen, lässt sie sich durch einen Blick auf Facebook, Instagram, Google etc. und dem darin stattfindenden Austausch der Menschen bzw. dem “Blick hinter die Kulissen” schnell auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Es ist heutzutage recht schnell getan, die authentischen “Bilder” von denen zu unterscheiden, die man sehen soll

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Authentizität und ein professionelles Erscheinungsbild schließen sich nicht gegenseitig aus und auch Ihre Werte brauchen einen ästhetischen Rahmen, der Ihnen und Ihrer Praxis gerecht wird. Nicht selten ist der erste Eindruck auch für das erste Kribbeln im Bauch verantwortlich. Damit daraus auch ein nachhaltig gutes Bauchgefühl wird, sollten Ihre Werbeanzeigen vor allem ein Design aufbieten, das

  1. den Ansprüchen Ihrer Zielgruppe an einen moderne Arbeitgeber entspricht, 
  2. das charakteristische Farbschema Ihrer Praxis (z.B. von der Webseite) berücksichtigt, um Wiedererkennung und ein einheitliches Auftreten zu gewährleisten und, am wichtigsten,
  3. die Botschaft “Hier bist du willkommen” vermittelt.


Letzteres gelingt Ihnen neben den schon angesprochenen Bildern und Videos auch mit Anzeigentexten, die Ihre Wertschätzung für Ihre (künftigen) Mitarbeiter unterstreichen, z.B. durch die Nennung Ihrer Werte und Arbeitgeber-Benefits.

Sie müssen jedoch nicht mit einer hochmodernen eigenen Website aufwarten, um die besten Chancen auf die besten Bewerber:innen zu haben. Sogenannte, gezielt für die Mitarbeitergewinnung eingesetzten Landing Pages, die aus einer einzelnen Website bestehen (Onepager) und auf welche Sie von Ihren Werbeanzeigen aus verlinken können, sind in der Erstellung deutlich weniger aufwändig und lassen sich mit Hilfe von Vorlagen wie von Anbietern wie WordPress deutlich schneller und einfacher erstellen als ganze Webseiten.

Aktiv passive Bewerber:innen ansprechen

Der Begriff “Fachkräftemangel” im Sektor Zahnmedizin ist seiner Bedeutung nach etwas irreführend. Tatsächlich besteht kein Mangel an Fachkräften an sich. Wie eingangs erwähnt, sind diese durchaus vorhanden, allerdings ist das Gros von ihnen nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Anstellung, weil sie bereits in einer anderen Praxis beschäftigt sind – die sogenannten passiven Bewerber.

Das bedeutet aber weder, dass sie dort auch automatisch zufrieden sind, noch, dass diese für Sie unerreichbar wären. Sie haben bereits erfahren, dass die bestmögliche Methode dafür das Social Recruiting ist. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass der überwiegende Teil derjenigen passiven Bewerber, die in ihrer jetzigen Anstellung unglücklich sind, zwar gerne eine neue Perspektive bei einem anderen Arbeitgeber in Betracht ziehen, beim entscheidenden Schritt dazu aber Hemmungen oder Zweifel haben.

Nach dem Motto “Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach”, verharren sie lieber in einer nicht zufriedenstellenden Anstellung, als ihr Glück woanders zu suchen, weil ihnen einerseits das Gewohnte eine Form von Sicherheit gibt und andererseits sie keine Sicherheit haben, ihre Situation würde sich bei einem Stellenwechsel ändern. Neben den schon genannten Aspekten, Bewerber:innen glaubhaft eine neue und vielversprechende Perspektive aufzuzeigen, spielt hier ein möglichst barrierefreier Bewerbungsprozess eine wichtige Rolle.

Je einfacher es passiven Bewerber:innen gemacht wird, sich bei Ihnen zu bewerben, desto weniger Zeit haben deren Zweifel, an ihnen zu nagen und sie doch noch von einer Bewerbung abzuhalten.

Aus diesem Grunde ist davon abzuraten, im ersten Schritt des Bewerbungsprozesses auf Anschreiben und Lebenslauf der Bewerber:innen zu bestehen. Stattdessen sollten Sie schnellstmöglich den direkten Kontakt mit ihnen zu suchen. Schon ein paar wenige vorqualifizierende Fragen an die Bewerber:innen genügen (z.B. mittels sogenanntem Bewerber-Funnel), um sich einen ersten Eindruck von deren Eignung für Ihre Praxis zu verschaffen und danach auf persönlicher Ebene alle weiteren Fragen zu klären – und möglicherweise vorhandene Zweifel durch Empathie, Zuhören und dem Aufzeigen besserer Perspektiven auszuräumen. 

Fazit

Im Zeitalter der Digitalisierung und der daraus erwachsenen Netzwerkkultur sind Informationen mannigfach zugänglich und Unternehmen transparent wie nie zuvor, nicht zuletzt durch die Sozialen Medien.

Hier mag der ein oder andere von Fluch und Segen von Facebook, Instagram, TikTok und Co. zugleich sprechen. Ein Segen für die, die die Zeichen der Zeit erkannt und mit ihr gegangen sind. Ein Fluch für die, über die die Digitalisierung wie der sprichwörtliche Sturm hereingebrochen ist, weil man die Zeichen verschlafen, sie bewusst ignoriert oder lieber Mauern aufgezogen hat, anstatt Windmühlen zu bauen.

So hat es auch das Gros der Zahnarztpraxen Deutschlands bisher versäumt, die vermeintlichen Risiken von Social Media mit derem ungleich größeren Potenzial aufzuwiegen, die Arbeitgebermarke reichweitenstark, attraktiv und unverwechselbar zu positionieren und langfristig potentielle Fachkräfte auf sich aufmerksam zu machen – und schließlich für sich zu gewinnen.

Wenn auch Sie auf der akuten Suche nach neuen Fachkräften sind und schon heute den Grundstein für die sichere Zukunft Ihrer Praxis legen wollen, stehen wir von Rankingdocs Ihnen gerne in einem kostenlosen Erstgespräch als Social Recruiting-Experten zur Seite, um Ihnen auch Ihr Potenzial aufzuzeigen, zwischen den zahlreichen Zahnarztpraxen den Unterschied für Ihre potentiellen neuen Mitarbeiter zu machen.

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