Mitarbeitergewinnung in der Radiologie: So finden Praxen MTRA

MTRA fehlen in vielen radiologischen Praxen und Abteilungen. Der Beitrag zeigt, wie Social Media, Kurzvideos und ein Bewerberpool bei der Suche helfen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Viele MTRA nähern sich dem Rentenalter, während zu wenige junge Fachkräfte nachrücken.
  • Über Social Media erreichen radiologische Praxen auch MTRA, die nicht suchen und mit ihrer Stelle unzufrieden sind.
  • Kurzvideos aus dem Arbeitsalltag zeigen Team, Technik und Patientenbetreuung glaubwürdiger als eine Stellenanzeige.
  • Ein eigener Bewerberpool, die Direktvermittlung und Personalmarketing ergänzen sich je nach Dringlichkeit.

Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA) führen die diagnostischen Untersuchungen durch, ohne die eine radiologische Praxis nicht arbeiten kann. Seit der Reform der MT-Berufe lautet die offizielle Bezeichnung Medizinische Technologin oder Medizinischer Technologe für Radiologie (MTR), gesucht wird aber weiterhin meist nach MTRA. Der Fachkräftemangel ist in diesem spezialisierten Beruf besonders deutlich zu spüren.

Dieser Beitrag ordnet die Lage ein und zeigt, über welche Wege radiologische Praxen und Abteilungen heute MTRA gewinnen. Eine Anleitung in fünf Schritten finden Sie ergänzend im Beitrag zur Mitarbeitergewinnung von MTR.

Der Fachkräftemangel in der Radiologie

In der Radiologie stehen mehr offene Stellen einer sinkenden Zahl verfügbarer Fachkräfte gegenüber. Ein wesentlicher Grund ist der demografische Wandel. Die Gesellschaft altert und benötigt mehr Diagnostik, und in der Berufsgruppe selbst nähert sich ein großer Teil der MTRA dem Rentenalter. Gleichzeitig rücken zu wenige junge Fachkräfte nach.

Für das vorhandene Personal bedeutet jede unbesetzte Stelle zusätzliche Arbeit. Geräte stehen zeitweise still, Termine verschieben sich, und die Patientenversorgung leidet. Die Leitung der Einrichtung steht unter Druck, den Engpass zu schließen, bevor weitere Mitarbeiter wegen der Belastung gehen. Was eine offene Stelle wirtschaftlich bedeutet, lässt sich mit dem Vakanzkostenrechner abschätzen.

Social Media in der Mitarbeitergewinnung radiologischer Praxen

Radiologische Praxen, die ihre Stellen zuverlässig besetzen, nutzen Social Media für die Mitarbeitergewinnung. Die Plattformen bieten Reichweite und erlauben es, Fachkräfte in einer bestimmten Region gezielt anzusprechen. Praxen erreichen dort auch MTRA, die nicht aktiv suchen, mit ihrer aktuellen Anstellung aber unzufrieden sind.

Hinzu kommen zwei weitere Vorteile. Beiträge geben Einblicke in Arbeitsalltag und Praxiskultur, die eine klassische Stellenanzeige nicht vermitteln kann. Interessenten können außerdem direkt Fragen stellen, was den Weg zur Bewerbung verkürzt. Wer regelmäßig Inhalte über das Team, die eigenen Werte und die technische Ausstattung teilt, stärkt damit seine Arbeitgebermarke und wird in der Region als Arbeitgeber wahrgenommen.

Kurzvideos zeigen eine nahbare Arbeitgebermarke

Kurzvideos, zum Beispiel Instagram Reels, eignen sich gut, um eine Praxis als Arbeitgeber vorzustellen. Sie zeigen Team und Arbeitsumfeld so, wie sie sind. Als Teil bezahlter Anzeigen erreichen sie gezielt MTRA im Einzugsgebiet der Praxis.

Für radiologische Praxen bieten sich vor allem diese Inhalte an:

  • Team und Arbeitskultur: Aufnahmen des Teams bei der Arbeit geben Bewerbern einen realistischen Eindruck von der Atmosphäre.
  • Geräte und Verfahren: Wer moderne Technik einsetzt, sollte sie zeigen. Das spricht technikbegeisterte MTRA an.
  • Patientenbetreuung: Der sorgsame Umgang mit Patienten gehört zum Kern der Arbeit und lässt sich im Video gut darstellen.

Nach unserer Erfahrung funktioniert dieser Ansatz auch in ländlichen Regionen. Dort ist die Zahl der MTRA überschaubar, und mit Videoanzeigen lässt sich ein großer Teil von ihnen erreichen.

Bewerber-Chatbots zur Vorqualifizierung von MTRA

Ein Bewerber-Chatbot nimmt Interessenten rund um die Uhr in Empfang. Er beantwortet häufige Fragen, sammelt die wichtigsten Angaben und übernimmt eine erste Vorqualifizierung. Für die Praxis ergeben sich daraus folgende Vorteile:

  • Weniger Verwaltungsaufwand: Wiederkehrende Aufgaben wie das Erfassen von Bewerberdaten laufen automatisch, der Prozess wird schneller.
  • Einfache Bewerbung: Interessenten erhalten sofort eine Reaktion und können sich ohne Unterlagen melden.
  • Gezielte Vorauswahl: Der Chatbot fragt ab, ob jemand die Voraussetzungen für die MTRA-Stelle mitbringt. Die Praxis führt Gespräche nur mit geeigneten Kandidaten.

Achten Sie darauf, dass der Chatbot DSGVO-konform gestaltet ist, weil er personenbezogene Bewerberdaten erhebt. Nach der Vorqualifizierung sollte sich zügig ein Mensch aus der Praxis melden, denn der persönliche Kontakt lässt sich nicht automatisieren.

Drei Wege zur Besetzung von MTRA-Stellen

Social Media und Chatbots sind Werkzeuge. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt davon ab, wie dringend die Stelle ist und wie oft die Einrichtung sucht.

Radiologische Zentren mit mehreren Standorten und regelmäßigem Bedarf profitieren von einem eigenen Bewerberpool. Sie sprechen kontinuierlich MTRA aus ihrer Region an, qualifizieren Interessenten vor und können frühere Bewerber bei der nächsten Vakanz reaktivieren. Fällt kurzfristig jemand aus, ist die Direktvermittlung aus einem bestehenden Kandidaten-Pool der schnellere Weg. Arbeitgeber-Imagefilm, Social-Media-Betreuung und Karriereseite bilden das Personalmarketing, das beide Wege unterstützt.

Spezialisierte Dienstleister bei der MTRA-Suche

Viele radiologische Einrichtungen haben intern keine Kapazität für Kampagnen und Bewerbermanagement. Ein spezialisierter Dienstleister kennt die Anforderungen einer MTRA-Stelle und weiß, wie sich aktive und wechselbereite Kandidaten ansprechen lassen. Die Praxisleitung kann sich in dieser Zeit auf die medizinische Arbeit konzentrieren.

Prüfen Sie bei der Auswahl, ob der Anbieter Erfahrung im Gesundheitswesen nachweisen kann und Referenzen nennt, die Sie selbst anrufen können. Weitere Kriterien haben wir im Beitrag Recruiting-Agentur für Arztpraxen finden zusammengestellt.

So unterstützt Rankingdocs radiologische Praxen und Abteilungen

Rankingdocs arbeitet seit 2018 ausschließlich für das Gesundheitswesen. Zu unseren Kunden gehören kleine radiologische Praxen, Radiologie-Zentren mit mehreren Standorten und radiologische Abteilungen in Kliniken. Wir bauen für sie einen eigenen Bewerberpool auf, vermitteln bei akutem Bedarf Kandidaten direkt und übernehmen das Personalmarketing. Die ersten qualifizierten Bewerbungen kommen in der Regel 10 bis 14 Tage nach Projektstart. Mehr dazu lesen Sie unter Mitarbeiter gewinnen.

Häufige Fragen

Warum sind MTRA so schwer zu finden?

Ein großer Teil der Berufsgruppe nähert sich dem Rentenalter, und es rücken zu wenige junge Fachkräfte nach. Die vorhandenen MTRA sind fast alle fest angestellt.

Wie hilft Social Media bei der Mitarbeitergewinnung in der Radiologie?

Radiologische Praxen erreichen dort auch MTRA, die keine Stellenanzeigen lesen. Sie können Einblicke in Alltag und Praxiskultur geben und Fragen von Interessenten direkt beantworten.

Welche Inhalte eignen sich für Kurzvideos?

Bewährt haben sich Aufnahmen vom Team bei der Arbeit, von den Geräten und Verfahren der Praxis und vom Umgang mit Patienten. Als bezahlte Anzeige erreichen die Videos gezielt Fachkräfte in der Region.

Worauf ist bei Bewerber-Chatbots zu achten?

Der Chatbot erhebt personenbezogene Daten und muss deshalb DSGVO-konform gestaltet sein. Er sollte außerdem gezielte Fragen zur Eignung für die MTRA-Stelle stellen.

Wann lohnt sich ein spezialisierter Dienstleister?

Wenn die Praxis keine Zeit für Kampagnen und Bewerbermanagement hat oder eine Stelle schnell besetzen muss. Achten Sie auf nachweisbare Erfahrung im Gesundheitswesen und nachprüfbare Referenzen.

Sebastian Weidner
Über den AutorSebastian Weidner

Sebastian Weidner ist Gründer und Geschäftsführer von Rankingdocs. Seit 2018 unterstützt er mit seinem Team Praxen, Kliniken und Unternehmen im Gesundheitswesen bei der Mitarbeiter- und Patientengewinnung.

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