Interview mit Sina Gunkel von comdirect

Interviewreihe Ausbildungs­marketing #1:
Sina Gunkel von der Comdirect

Unsere Interviewpartnerin kurz vorgestellt.

Mit unserer Interviewreihe zum Thema Ausbildungsmarketing möchten wir erfahren, was Unternehmen tun, um junge Talente zu erreichen und auf welche Hürden und Probleme sie stoßen. Unserer erste Interviewpartnerin: Sina Gunkel.

Sina Gunkel ist Senior-Referentin für Personalmarketing und Employer Branding bei der comdirect bank AG. Sie treibt das Thema Ausbildungsmarketing voran und sorgt mit ihrem Team dafür, dass comdirect bei den jungen Talenten als beliebter Arbeitgeber positioniert wird.

Kannst du in einem Satz erläutern, was für dich gutes Ausbildungsmarketing bedeutet?

Gutes Ausbildungsmarketing bedeutet für mich, dass wir unserer Zielgruppe authentische Einblicke auf den für sie relevanten Kanälen geben.

Industrie- und Handelskammern beklagen rückläufige Zahlen von Bewerbungen für Ausbildungsplätze. Hat comdirect auch mit sinkenden Bewerberzahlen zu kämpfen? Wenn nein, woran liegt das?

Wir haben durchaus auch mit sinkenden Bewerberzahlen zu kämpfen. Das liegt vor allem daran, dass immer mehr Jugendliche studieren wollen und eine Ausbildung immer weniger in Betracht ziehen. Mit unseren Marketingmaßnahmen versuchen wir, gezielt gegen diesen Trend zu steuern und Jugendliche für eine Ausbildung bei uns zu begeistern.

Welche Berufe erhalten die meisten Bewerbungen bei comdirect?

Wir erhalten die meisten Bewerbungen für unsere Fachinformatiker-Ausbildung.

Was macht comdirect, um eine beliebte Employer Brand zu sein?

Um dieses Ziel zu erreichen, sind wir sowohl intern als auch extern tätig. 

Intern bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viele Benefits wie z.B. Sportangebote, Homeoffice, Kinderbetreuung, Massagen, betriebliche Altersvorsorge und Sabbaticals an.

Extern geben wir authentische Einblicke in das Arbeiten bei comdirect und lassen bspw. Azubis auf Snapchat oder vor Schulklassen live berichten, wie sie zu uns gekommen sind, welchen Tätigkeiten sie nachgehen und was ihnen an ihrer Ausbildung und comdirect gefällt.

Nimmt sich comdirect in Sachen Azubi-Marketing Vorbilder oder geht sie ihren eigenen Weg?

Wir schauen uns natürlich regelmäßig Best Practice-Cases an; grundsätzlich gehen wir aber unseren eigenen Weg.

Inwiefern hat sich das Thema Ausbildungsmarketing in den letzten 10 Jahren verändert und welche Herausforderungen siehst du für das Jahr 2020?

Das Ausbildungsmarketing ist in den letzten 10 Jahren zum einen viel digitaler geworden. So erreichen wir unsere Zielgruppe mittlerweile auch über unseren Snapchat-Kanal und über verschiedene Internetpräsenzen. Zum anderen bespielen wir auch insgesamt mehr Kanäle als noch vor 10 Jahren und haben flankierende Maßnahmen wie etwa unseren future club, ein Schülerpraktikantenbindungsprogramm, ins Leben gerufen. Mit diesen verschiedenen Maßnahmen sind wir für die Zukunft gut aufgestellt.

Welche Kanäle sind in deiner Wahrnehmung jetzt die wichtigsten, um die jungen Talente zu erreichen?

Ich denke, der Mix macht‘s. Für uns sind bspw. Schülerpraktika ein wichtiger Kanal, um Schülerinnen und Schüler auf unsere Ausbildungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Um mit diesen in Kontakt zu bleiben, nutzen wir unser Bindungsprogramm. Darüber hinaus sind auch Messen und Bewerbungstraining sowie unser Snapchat-Kanal wichtige Wege, um junge Talente zu erreichen und Neugier auf comdirect als Arbeitgeber zu wecken. 

Sind Messen und andere Offline-Veranstaltungen noch relevant?

Ja, definitiv. Wir sind bei allen Messen und Offline-Veranstaltungen sehr lokal unterwegs und bringen so comdirect ins „relevant set“ potentieller lokaler Arbeitgeber bei den Jugendlichen. Auf Messen bewerben wir z.B. auch unsere Schülerpraktika. Zudem sind Inhouseveranstaltungen eine tolle Möglichkeit, um mit Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu treten.

Arbeitet ihr gezielt mit Schulen und Universitäten zusammen, um junge Menschen zu erreichen?

Ja, das tun wir. Hierbei steht die Regionalität stark im Fokus.

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