Corona-Krise: Wie kann Content-Marketing helfen?

Das Coronavirus stellt das Marketing vor ungeahnte Herausforderungen. Wir zeigen Ihnen neue Chancen.

Auf geht’s!

Eine kurze Zusammenfassung des Artikels.

Die Corona-Krise ist für viele Unternehmen verschiedenster Branchen eine Bedrohung, die Existenzen gefährden kann.

Setzen Sie Content-Marketing mit Bedacht ein und nutzen Sie die Auftragslücken, um Websites, bestehenden Content und aktuelle Produkte einmal neu und kritisch zu betrachten.

Wir operieren in einer Zeit der Ungewissheit und Angst aufgrund des Coronavirus. Die Staats- und Regierungschefs vieler Ländern haben bereits harte Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

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Die Auswirkungen des Coronavirus sind in der gesamten digitalen Welt spürbar:

  • Konferenzen und Messen werden abgesagt oder in Online-Veranstaltungen transformiert
  • Die Unternehmen schicken Ihre Mitarbeiter, sofern möglich, ins Homeoffice
  • Der Bereich E-Commerce erlebt einen (zusätzlichen) Aufwärtstrend
  • Sämtliche Themen wie beispielsweise Gesundheit erfahren eine Zunahme des allgemeinen Suchvolumens
  • Marketingbudgets werden ins zweite Halbjahr 2020 geschoben
  • Eine anhaltende Unsicherheit auf den Märkten und die Möglichkeit einer Rezession

Das bedeutet, die Unternehmen müssen entscheiden, wie Sie Budgets nutzen und verschieben, um auf die aktuellen Umstände reagieren zu können.

Der allgemeine Shift von der Offline-Welt in die Online-Welt hat beispielsweise zur Folge, dass der Traffic in der Online-Welt enorme Zuwachsraten verzeichnet. Die Menschen verbringen aufgrund von Homeoffice oder Quarantäne die Zeit in der digitalen Welt.

Die Daten manifestieren jedoch, dass es zwischen den ganzen Gewinnern des Online-Zuwachses auch einige Verlierer geben wird. 

Ein Diagramm über den Zugewinn und die Verluste von Website-Traffic nach Branchen.

Quelle: www.neilpatel.com

Während beispielsweise die Gesundheits-, Finanz-, Lebensmittel- und Medienbranche an Traffic gewinnt, verlieren das Verkehrswesen, die Baubranche und vor allem die Reisebranche signifikant an Traffic.

Dass dabei vor allem die Reisebranche verliert, muss nicht nur Schlechtes bedeuten. Etablierte und kapitalstarke Player der Branche könnten davon profitieren, dass der Wettbewerb sich verkleinert.

Durch die reduzierten Aktivitäten in dieser Branche könnten beispielsweise die Klickpreise für bezahlte Anzeigen wie Google oder Facebook Ads deutlich geringer ausfallen.

Gerade in den Zeiten, wo der Wettbewerb die Ausgaben für Online-Marketing reduziert, sollte man die Chance nutzen, um die Nachfrage für die eigenen Produkte und Dienstleistungen mit gezieltem Marketing zu stimulieren.

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René Ramcke

Gründer & Geschäftsführer

Die Art und Weise, wie die Marketing-Abteilungen nun mit dem Coronavirus umgehen, trennt die Spreu vom Weizen. Eine Content-Marketing Strategie bedeutet hier zu wissen, wann man lieber schweigen und wann oder was man posten sollte.

Wir haben für Sie ein nachfolgend ein paar Chancen zusammengestellt, wie Sie diese Krise intern für sich nutzen könnten.

Neue Angebote und Produkte für Kunden erstellen

Nutzen Sie die veränderten Bedingungen des Geschäftsumfeld und arbeiten Sie an Innovationen. 

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Können Sie Produkte oder Dienstleistungen, die aktuell offline vermarktet oder beworben werden, auch online vermarkten bzw. bewerben? 
  • Gibt es Möglichkeiten, Ihre aktuellen Offline-Produkte auch online nutzbar zu machen?
  • Können Sie Ihre Website oder Web-Apps nutzen, um trotz der aktuellen Lage die Bedürfnisse Ihre Kunden zu bedienen?
  • Haben Sie Projekte im Backlog, die eine solche Innovation vorantreiben?

Sehen Sie die aktuelle “Krise” als Chance, vielleicht längst überfällige Neuerung zu entwickeln oder durchzuführen.

Finden Sie neue Wege, um potenzielle Kunden zu erreichen

Aufgrund von Homeoffice oder auch Ausgangssperren verbringen die Menschen mehr Zeit zu Hause. Dies hat einen deutlichen Einfluss auf das alltägliche Leben, das Konsumverhalten und den Konsum von Medien.

Daraus resultieren Möglichkeiten für Unternehmen, mit potenziellen Kunden in den Kontakt zu treten. Wenn Sie als Unternehmen aktuell noch vermehrt “offline” Kunden begegnen und abwickeln, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, in Online-Marketing zu investieren.

Prüfen Sie Ihre Website und Ihren Content

Wann haben Sie Ihre Website und Ihren vorhandenen Content zum letzten Mal aus der Sicht Ihrer Kunden betrachtet? Jetzt haben Sie die Gelegenheit, einmal die gesamte Customer Journey Ihrer Kunden von der Awareness-Phase bis zur Kontaktaufnahme bzw. Kaufabschluss zu überprüfen. 

Aufgrund der aktuellen Umstände könnten vermehrt potenzielle Kunden Ihren Online-Auftritt besuchen und mit Ihrem Unternehmen online interagieren.

Nehmen Sie sich zusätzlich die Zeit, Ihre bestehenden Content zu prüfen oder prüfen zu lassen. Betreiben Sie einen großen Content Audit, um festzustellen, ob der bestehende Content performt, die aktuellen Anforderungen für Top Rankings bei Google erfüllt und Sie den richtigen Content für die richtigen Phasen Ihres Sales Funnels vorweisen können. 

Der Google-Algorithmus wird ständig weiterentwickelt, weshalb Sie Ihren Content stets aktuell halten sollten.

Content-Marketing: Was sollten Sie tun und was nicht

Das Coronavirus ist überall präsent und für viele Unternehmen ist die Versuchung groß, die aktuelle Aufmerksamkeit zu nutzen, um Reichweite zu generieren. Andere Unternehmen sind möglicherweise verunsichert, wie Sie in diesen Zeiten das Content Marketing steuern sollten.

Deshalb haben wir Ihnen ein paar Empfehlungen zusammengestellt, was Sie jetzt tun oder nicht tun sollten.

Verfassen Sie nur Mehrwert-stiftenden Content, der in Ihren Kompetenzbereich fällt

Wenn Sie kein Gesundheitsexperte sind, dann ist es ratsam, diese Themen auch nicht mit Content zu bedienen. Bleiben Sie bei dem, was Sie wirklich wissen und verifizieren können und überlassen sie den Experten den Rest.

Erstellen Sie Content, der informiert, wie Ihr Unternehmen auf die aktuellen Umstände reagiert

Wenn Sie irgendetwas ändern oder besondere Maßnahmen ergreifen, dann teilen Sie dies mit. Haben Sie eine Online-Zahlungsoption, sodass Ihre Kunden die Produkte bzw. Dienstleistungen vorab online zahlen können, dann teilen Sie dies mit.

Treffen Sie besondere Maßnahmen (Bspw. als Verkehrsunternehmen), damit Ihre Kunden trotzdem ein sicheres und angenehmes Service-Erlebnis haben, dann kommunizieren Sie dies.

Nutzen Sie gezieltes Content Marketing, um Ihren Kunden zu zeigen, warum Sie weiterhin der Partner des Vertrauens sind. 

Verlieren Sie nicht den Fokus auf Ihre Unternehmensziele

Ihr Marketing sollte stets darauf abzielen, Ihre Marke langfristig aufzubauen, statt nur dem Trend hinterherzulaufen. Wenn Sie ein lustiges Bild oder einen vermeintlichen witzigen Post teilen, kann das nicht nur geschmacklos sein, sondern auch nicht auf Ihre langfristigen Unternehmensziele einzahlen.

Begehren Sie nicht das schnelle Geld

Wie im Leben so gilt auch in der Wirtschaft: Alles ist vergänglich. Widerstehen Sie der Versuchung, aus der Krise Kapital zu schlagen, indem Sie unangemessenen Humor nutzen, Angst verbreiten oder übermäßig mit wohltätigen Zwecken prahlen.

Wenn Ihre potenzielle Kunden bemerken, dass Sie nur darauf abzielen, mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen, dann werden Sie eher negativ denn relevant wahrgenommen.

Ihre potenziellen Kunden werden sich merken, wie Sie Ihr Marketing in der Krisenzeit genutzt haben. Nehmen Sie eine starke Führungsposition ein, anstatt dies als Gelegenheit zu betrachten, schnelle Presse zu bekommen.

Das Risiko einer negativen Markenassoziation ist weitaus größer als die Chance einer positiven Markenassoziation.

Betreiben Sie keine widrigen Ads

Google untersagt in den offiziellen Richtlinien die Nutzung von Keywords für sensible Ereignisse wie bspw. Krankheiten. Demzufolge erscheinen vorerst keine bezahlten Suchergebnisse auf den wichtigsten Nachrichtenportalen, die über das Coronavirus berichten.

Content-Marketing in Krisenzeiten: Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie erwägen, in diesen sensiblen Zeiten Content zu veröffentlichen, der die aktuellen Entwicklungen des Coronavirus aufgreift, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Ist die Botschaft des Contents konsistent mit unserem Kerngeschäft und unseren Unternehmenszielen?
  • Könnte die Botschaft des Contents die Zielgruppe verwirren? 
  • Stiftet dieser Content einen Mehrwert für unsere Brand Story oder lenkt er davon ab?
  • Könnte dieser Content meine Zielgruppe polarisieren?

Wenn Sie die Möglichkeit sehen, dass der Content nicht mit Ihrer langfristigen Content-Marketing Strategie konform geht, dann sollten Sie darauf verzichten.

💡Tipp von Rankingdocs:

Wenn Sie ein FAQ besitzen, aktualisieren Sie es um Fragen zum Coronavirus. Sollten Sie noch kein FAQ auf Ihrer Website haben, dann wäre es nun der beste Zeitpunkt , eins zu erstellen.

Fazit

Damit die Reduzierung der unternehmerischen Offline-Aktivitäten wie Messen und Konferenzen die Unternehmenskommunikation nicht beeinträchtigt, müssen die Unternehmen reagieren und entsprechende Maßnahmen wie effektives Content-Marketing ergreifen.

Das Coronavirus ist ein Belastungstest für das kommunikative Krisenmanagement und sollte für entsprechende Optimierungen des Content Marketings genutzt werden. Die verstärkte Nutzung der Online-Welt wird bei künftigen Krisen wiederkehren und sollte allgemein bei jedem Unternehmen im Daily Business berücksichtigt werden.

Keinen Schimmer von Content-Marketing?

🙌

Rankingdocs schon.